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Aromatische Pflanzen fanden seit tausenden von Jahren für religiöse, medizinische und kosmetische Zwecke Verwendung, in den alten Kulturen Indiens — dokumentiert in der Vedischen Literatur — im alten China, Ägypten, Babylonien und in der griechischen und römischen Kultur bis hinein ins Mittelalter. Im 20. Jahrhundert erlebte das Wissen über Aromastoffe eine Renaissance durch den französischen Chemiker Gattefossé und den französischen Arzt Valnet, den Vätern der modernen „Aromatherapie“. Geschichtliche Überlieferungen geben uns detaillierte Beschreibungen, wie medizinische Pflanzen zum Räuchern, für Pillen, Puder, Salben und medizinische Öle eingesetzt wurden und liefern uns interessante Rezepturen zur Heilung vieler Krankheiten. Die heutige Aromatherapie definieren wir als „die fachgerechte und kontrollierte Anwendung von reinen ätherischen Ölen therapeu-tischer Güte — den flüchtigen Substanzen der aromatischen Pflanzen — um ganzheitliche geistige und körperliche Gesundheit und Wohlergehen zu fördern.“ Das Ätherische Öl, die „Essenz“, „Lebenskraft“ oder „Seele“ einer Pflanze, befindet sich in winzigen Öldrüsen in den Blüten und Blättern, oder in den Früchten, Zweigen, Nadeln, Samen, Wurzeln oder der Rinde der Pflanze und wird durch die Methode der Dampfdestillation oder durch Expression (mechanisches Auspressen) oder Extraktion gewonnen. Die Methode der Destillation von ätherischen Ölen soll erst vor ca. 1.000 Jahren (durch einen arabischen Arzt namens Avicenna) erfunden worden sein. Aber Funde von Gefäßen in ägyptischen Grabstätten sowie ein Destillierapparat in einem pakistanischen Museum — der nach Schätzung von Experten 5.000 Jahre alt ist und aus der alten Kultur des Indus-Tals stammt — lassen vermuten, dass diese Methode bereits in diesen Hochkulturen bekannt war, später verloren ging, und dann wiederentdeckt wurde. Die Gewinnung der ätherischen Öle
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